Zündspule – Welche Arten von Zündspulen gibt es?

Als eine der Schlüsselkomponenten des Zündsystems ist die Zündspule verfügt über verschiedene Produkttypen, um die Motorfunktion und Leistungsanforderungen verschiedener Zylinderzahlen zu erfüllen.

Damit Sie die Zündspule besser kennen, möchten Sie vielleicht Folgendes wissen:

Zündspulen für Zündanlagen mit rotierender Hochspannungsverteilung

Diese Zylinderzündungshälften werden in Fahrzeugen mit Zündverteilungen in kontaktgesteuerten oder transistorgesteuerten Zündsystemen eingesetzt. Der elektrische Dreiwegeanschluss entspricht dem einer normalen Zündspule.

Der Kontaktschalter ist mit Klemme 1 der Zündspule verbunden und versorgt die Primärwicklung mit Masse. Der Hochspannungsausgang des Zündverteilers ist mit Klemme 4 verbunden. Während in älteren Fahrzeugen noch konventionelle Zündspulen verwendet werden, kommen bei Fahrzeugen mit Transistorzündung mittlerweile Zündspulen mit integrierter elektronischer Steuerung zum Einsatz.


Doppelfunken-Zündspulen

Doppelfunken-Zündspulen werden in Zündanlagen mit statischer Hochspannungsverteilung verbaut. Diese Zündspulen kommen bei Motoren mit gerader Zylinderzahl zum Einsatz.
Bei einer Doppelfunkenzündspule verfügen die Primärspule und die Sekundärspule jeweils über zwei Anschlüsse.

Die Primärwicklung wird mit der Spannungsquelle an Klemme 15 (Plus) und mit dem Ausgangspegel der Zündung bzw. des elektronischen Steuergerätes an Klemme 1 (Masse) verbunden. Die Sekundärwicklung wird mit Zündkerzen an den Ausgängen (4 und 4a) angeschlossen.

Bei diesen Systemen werden zwei Hochspannungszündkerzen durch jede einzelne Zündspule gespeist. Da die Zündspule zwei Funken gleichzeitig erzeugt, muss eine Zündkerze im Arbeitstakt des Zylinders um 360° und die andere im Auspufftakt um 360° versetzt werden.

Bei einem Vierzylindermotor sind beispielsweise die Zylinder 1 und 4 an eine Zündspule angeschlossen, die Zylinder 2 und 3 an eine andere. Die Zündspulen werden von den Zündendstufen des elektronischen Steuergeräts angesteuert. Dieses erhält ein OT-Signal vom Kurbelwellensensor um mit der Zündung der richtigen Zündspule zu beginnen.

1 Hochspannungsanschluss,
2 Niederspannungsanschluss,
3 Sekundäre Wicklung,
4 Primärwicklung,
5 Eisenkern

Vierfunken-Zündspulen

Vierfunken-Zündspulen ersetzen in Vierzylindermotoren zwei Doppelfunken-Zündspulen. Jede dieser Spulen besitzt zwei Primärspulen, die jeweils vom Ausgangspegel des elektronischen Steuergeräts angesteuert werden. Es gibt nur eine Sekundärwicklung. Jeder Ausgang verfügt über zwei Anschlüsse für Zündkerzen; die Verpolung erfolgt über Diodenkaskaden.

1 Zündsteuergerät, 2 Zündspule

Einzelfunken-Zündspulen

Bei Einzelfunkenzündungen ist jedem Zylinder eine Zündspule mit Primär- und Sekundärspule zugeordnet. Diese Zündspulen sind meist direkt am Zylinderkopf oberhalb der Zündkerze montiert.

Diese Wicklungen sind zusätzlich mit der Primärwicklung an Klemme 15 (Spannungsversorgung Plus) und mit dem Steuergerät an Klemme 1 (Masse) verbunden. Die Sekundärwicklung ist mit der Zündkerze am Ausgang von Klemme 4 verbunden. Ist Klemme 4b zusätzlich vorhanden, dient dieser Anschluss zur Fehlzündungsüberwachung. Der Startvorgang erfolgt nach der vom Steuergerät vorgegebenen Reihenfolge.

Die Schaltung einer Einzelfunkenspule entspricht der Schaltung einer normalen Zündspule. Zusätzlich wird im Sekundärkreis eine Hochspannungsdiode zur Unterdrückung des „Schließfunkens“ eingesetzt. Diese Diode unterdrückt den unerwünschten Funken, der beim Einschalten der Primärwicklung durch die Selbstinduktion der Sekundärwicklung entsteht. Dies ist möglich, weil die Sekundärspannung des Schließfunkens die entgegengesetzte Polarität zum Zündfunken hat. In dieser Richtung sperrt die Diode.

Bei Einzelfunkenspulen wird der zweite Ausgang der Sekundärspule über Klemme 4b auf Masse geführt. Zur Überwachung der Zündung ist auf der Masseleitung ein Messwiderstand eingebaut. Damit kann die elektronische Steuerung den Zündstromabfall während des Zündfunkens messen.

1 Zündsteuergerät, 2 Zündkerze
1 Niederspannungsanschluss, 2 Sekundärwicklung, 3 Hochspannungsanschluss, 4 Zündkerze, 5 Primärwicklung, 6 Eisenkern

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